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Sardische Sprache
Die Rechtsschreibung
Die sardische Sprache hat nie eine eigene stabile rechtsschreibung gehabt, da es immer mit der Rechtsschreibung der vielen Kolonisatoren geschrieben wurde, d.h. mit Rechtsschreibungen, die erfunden wurden um die Töne anderer Sprachen darzustellen. Daraus ergab sich, daß die fremden Rechtsschreibungen die Töne der sardischen Sprache schlecht darstellten mit dem Ergebnis, daß die Sprache ihr eigener Charakter zu verlieren drohte und es zu vielen Mißverständnisse kam.

Die Kolonisatoren zwangen den Sarden ihre eingene Rechtsschreibung auf, weil man aus ihrer Sicht den eigenen Charakter der sardischen Sprache unterdrücken musste, damit sie mit ihrer eigenen Sprache ähnlicher erscheinen zu lassen, um den Sinn für Autonomie und Unabhängigkeit der Sarden zu schwächen.
Die Aneignung der Rechtsschreibung der Herrscher, wäre der erste Schritt zu einem Verlust der nationalen Identität und zur sprachlichen Assimilation gewesen (d.h. nicht mehr eine eigenständige Sprache, sondern .ein Dialekt der Sprache der Herrscher).
Am Ende ist unsere Sprache geschwächt worden, aber glüklicherweise hat sie auch eine beachtliches Durchhaltevermögen erwiesen.

Heute ist für uns das Problem der sardischen Rechtsschreibung, ausschließlich ein sprachliches Problem: es geht nur darum feste Regeln zu festzusetzten, die die sardische Phonetik respektieren so wie sie seit Jahrhunderten bis Heute gesprochen wird, keine Mißverständnisse (d.h. sie müssen effektiv sein und die sardische Spreche mit sicherheit lesen lassen) verursachen und einfach zu benutzten sind.
Resumierend, muß ein orthografisches System einer modernen Sprache zwei Prinzipien: Unveränderlichkeit und Wirtschaftlichkeit.

 

 

 
Graphik und Entwicklung von Sergio Durzu